30. Mai 2026
Classic Car Auktion – Luzern 2026
Oldtimer Galerie Toffen
«Die Versteigerung der Oldtimer Galerie Toffen gehört seit Jahren zu den fixen Programmteilen der Oldtimermesse Swiss Classic World in Luzern. Am 30. Mai 2026 versteigerte Serge Stotzer und sein Team 55 Fahrzeuge, darunter sechs Motorräder und ein Boot. Ein Drittel der Lots, die zusammen auf rund CHF 5,9 Millionen geschätzt waren, wurden ohne Mindestpreis angeboten. Direkt verkauft werden konnten schliesslich 55 % der Fahrzeuge, während weitere 20 % “unter Vorbehalt” zugeschlagen wurden. Erfahrungsgemäss lässt sich von letzteren etwa 1/3, bis die Hälfte im Nachgang noch verkaufen, womit die Verkaufsquote sich auf etwa 61 bis 65% verbessern würde. Für die verkauften Fahrzeuge wurden insgesamt ein Umsatz (inkl. 12 % Bieterkommission) von CHF 2,5 Millionen notiert. Ferrari, Alfa Romeo, Mercedes-Benz und viele andere.
Das Angebot war geprägt von drei Marken, die insgesamt mit 17 Wagen vertreten waren: Ferrari, Alfa Romeo und Mercedes-Benz. Insgesamt waren aber 30 Marken am Start, darunter auch selten anzutreffende wie Alpine-Renault oder Healey. Das Durchschnittsalter der Fahrzeuge lag bei knapp über 48 Jahren, ein Vorkriegsauto war nicht im Angebot. Der älteste Wagen war daher ein Hotchkiss Anjou 20.50 mit Karosserie von Worblaufen aus dem Jahr 1950, für den sich die Bieter aber nicht sonderlich interessierten, ganz im Gegensatz zu den sehr jungen Autos, die zum Teil längere Bieterkämpfe, während der rund 2,5 Stunden dauernden Versteigerung auslösten.
An Zuschauern fehlte es in Luzern sicher nicht, gebannt wurde den Einführungen Serge Stotzers gelauscht und auch am Bietereifer fehlte es nicht. Internet- und Telefonangebote sowie schriftliche Offerten halfen mit, die Versteigerung spannend zu gestalten. Neu auf der Bühne war Cédric Heer, der das Toffenteam seit einigen Wochen verstärkt. Viel Echo fand im Vorfeld der Versteigerung der Porsche 356 B T6 Super 90 von 1963, der noch im Winter nach einer längeren Zeit des Verschollen seins aus einer Scheune gezogen wurde und als Restaurierungsobjekt in Luzern angeboten werden konnte.»
Der vorstehende Text sowie der hervorragend recherchierte und verfasste Bericht mit den Auktionsresultaten stammen aus der Feder von Bruno von Rotz, dem langjährigen Autor und Chefredaktor von Zwischengas. Sein ausführlicher Originalbericht mit weiteren Informationen und Bildern ist auf der Plattform Zwischengas verfügbar.